IKS Neumünster > Informationen > KANTs Info 09.09.2010    

 

KANTs Info

Auf dieser Seite finden Sie Wissenwertes über den Namensgeber unserer Schule, KANTs Info ist aber auch das Mitteilungsblatt der Schulleitung, welches wenigstens einmal im Jahr erscheint. Es steht auf dieser Seite als Pdf-Datei zur Verfügung! Einfach ausdrucken und als Heft zusammenfalten.

Immanuel Kant (1724 bis 1804)

Der deutsche Philosoph Immanuel Kant wurde als Sohn ei­nes Riemenschneiders in Königsberg geboren. Die Mutter, die sich durch vieles Lesen selbst gebildet hatte, förderte das Interesse des Jungen an Wissenschaften und kämpfte dar­um, dass er auf ein Gymnasium aufgenommen wurde, wo er dann stets Klassenbester war.

Im Jahr 1740, als Friedrich der Große König von Preußen wurde, begann Kant an der Universität Königsberg Naturwis­senschaften und Philosophie zu studieren. Als Hauslehrer musste er sich sein Studium selbst verdienen; nach dem Ex­amen arbeitete er als privater Universitätslehrer. Ein festes Gehalt bezog er zunächst nur als Bibliothekar, bis er 1770 eine feste Professorenstelle bekam. Er unterrichtete in allen Naturwissenschaften sowie in Mathematik, Geographie, Pä­dagogik und Philosophie.

Er begann Bücher zu schreiben, mit denen er in der Welt be­rühmt wurde: »Kritik der reinen Vernunft" (1781), »Kritik der praktischen Vernunft" (1788), „Kritik der Urteilskraft" (1790), „ Metaphysik der Sitten" (1797).

Da Kant von schwacher Gesundheit war, hat er sehr diszipli­niert gelebt, um arbeitsfähig zu bleiben; wahrscheinlich ist das der Grund, warum er Königsberg niemals verlassen hat. Kants philosophische Lehre befasst sich vor allem mit zwei Hauptbereichen:

Was kann Ich wissen?

Einerseits untersucht er, wie der Verstandesgebrauch funktio­niert, um erkennen zu können, was man zuverlässig wissen kann. Er vertraut darauf, dass jeder Mensch das Denken ü-ben kann und fordert alle auf, das auch zu tun: „Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen ... Sapere audel Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" Das war die wesentliche Forderung der Philosophie der Auf­klärung, die zur Freiheit der Bürger und zur Demokratie führ­te.

Was soll ich tun?

Der zweite Schwerpunkt seiner Arbeit liegt darin, einen Maß­stab zu finden, mit dem der freie Mensch prüfen kann, was er tun darf und was nicht. Dies führte ihn zur Formulierung des kategorischen Imperativs: Niemand soll für sein Handeln Prinzipien wählen, die er nicht zugleich auch für alle gelten lassen will.

Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne. *



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